Das Wunder des Herzbewusstseins

Wenn wir bewusst mit unserem Herzen und seinem enormen Potenzial verbunden sind, entsteht etwas höchst Befriedigendes, nämlich das gleichzeitige Erleben von Verbundenheit und Entwicklung. Dies ist, was der Neurobiologe und Hirnforscher Gerald Hüther als die beiden prägenden Grundbedürfnisse jedes Menschen beschreibt, weil wir es im Mutterleib erfahren.

Gestern saß ich mit zwei Freunden zusammen, und wir kamen auf das Thema Selbstheilung. Es ging vor allem um traumatische Erfahrungen und daraus erklärbare Blockaden in der aktuellen Lebensentwicklung. Unser Gespräch zeigte mir, dass ich bereits etwas sehr Wertvolles und Tragfähiges in mir entdeckt habe, das ich mit dir teilen möchte - etwas richtig Großes:
Das Wirken des Herzbewusstseins.


Was ich damit meine, ist eine Herz-Wahrnehmung, die so viel Kraft freimacht, dass meine Gedanken und Gefühle nicht mehr um die Erlebnisse in der Vergangenheit, also die Verletzungen und Hindernisse kreisen, sondern um die Potenziale, die mir jetzt zur Verfügung stehen. Es ist ein starkes Selbstgefühl, voller Selbstliebe und Vertrauen. Dieses Herzbewusstsein ändert völlig die Selbstwahrnehmung und damit auch die Handlungsfähigkeit. Natürlich gibt es nach wie vor herausfordernde Momente und Erlebnisse. Aber ich verliere mich nicht mehr in ihnen und hänge nicht mehr fest, drehe keine Schleifen, sondern finde immer recht schnell ins Herzbewusstsein, wodurch ich Heilung und Klarheit erfahre. Herzbewusstsein bedeutet, emotional im Flow zu sein, sich nicht mit hinderlichen Glaubenssätzen zu identifizieren, im Jetzt präsent zu sein.


Der Punkt ist: Wir können uns nicht selbst finden, mit uns selbst verbinden und uns entwickeln, wenn wir im Kopf sind. Solange der Kopf unser Leben kontrolliert, verbinden wir uns mit einer Vorstellung von uns selbst. Unser Denken liefert uns immer die jeweils aktuelle Version unserer Vorstellung von uns selbst. Aber das sind wir nicht, wir sind nicht nur, was unser Denken erfassen und integrieren konnte – wir sind viel mehr. Wir sind ein ständig fließender, fein beseelter Organismus mit einem riesigen Unterbewusstsein. In diesem Fließen werden uns Informationen und Energien angeboten, die über unser Denken hinausgehen, wir erhalten Inspirationen und wertvolle Hilfestellungen durch Intuition. Und dann ist da noch der Instinkt. Die „drei großen I’s“, so nenne ich diese zunächst unbewussten Quellen in unserem Wesen. Wenn wir uns mit dem Denker in unserem Kopf identifizieren, nehmen wir die tieferen Angebote der drei großen I‘s meistens gar nicht wahr.


Erst wenn wir dauerhaft im Herzen bewusst und dadurch gut mit uns selbst verbunden sind, erkennen wir, dass unser gewohntes Denken dazu neigt, die Vorherrschaft zu übernehmen und uns einzuengen in immer denselben Glaubens- und Verhaltensmustern. Viele Menschen nehmen die Stimme im Kopf permanent wahr, und je feiner die Selbstverbindung wird, um so lärmiger wird oft auch diese Stimme. Wir können beobachten, wie sie zwar zulässt, dass wir uns mit unserer Psyche und mit unseren Traumata und Verletzungen beschäftigen oder Pläne schmieden, um unser Leben zu verändern und zu bereichern, aber zugleich achtet diese Denk-Stimme darauf, dass wir nicht zu weit gehen, dass es nicht zu stark und unkontrollierbar wird. Unser Verstand achtet immer darauf, die bestehende Komfortzone zu erhalten, er möchte keine Wandlungen und neuen Anreize. Damit behindert er die wahre Selbstverbindung und steht dem Potenzial unseres Herzens im Weg.

 

Lebendigkeit ist immer ein fließender Zustand ohne bleibende Sicherheiten. Von diesem Fließen haben wir Menschen in der modernen Welt uns weit entfernt.


Der Rückweg ins Herzbewusstsein ist nicht ganz einfach. Wir können und wollen ja nicht zurück in die mythischen Zustände, aus denen wir mal vor langer Zeit aufgebrochen sind. Wir haben uns individualisiert und nun Jahrtausende lang das weibliche Wir-Gefühl durch ein männliches Ich-Ego-Denken ersetzt oder ergänzt. Das weibliche Wir-Gefühl ist nach den rund zwei Jahrtausenden mit stark vorherrschender Ausrichtung auf männliche Ego-Werte ziemlich angeknackst. Nur die wenigsten Menschen sind in innerer Balance. Unsere turbulente Zeit polarisiert die Menschheit, das heißt, das Pendel schlägt weit aus. Die eher weiblichen Wir-Menschen tun sich schwer, leben oft mehr am Rande des Systems, haben kein Geld und keine klaren Ziele. Die ausgeprägten Ego-Menschen kämpfen rabiat und rücksichtslos für ihren Reichtum, ihren Ruhm und ihre Macht.


Wir können Balance nur finden, wenn wir den Weg des Herzbewusstseins gehen. Ohne Herz keine gesunde Weiblichkeit, kein lebensfähiges Wir-Gefühl. Aber nachdem wir unser Denken so weit im Sinne männlicher Werte entwickelt haben, also ein Ich-Bewusstsein mit Streben nach Entwicklung und Erfolg, können wir nicht einfach unser Herz öffnen und alles ist gut. Deshalb spreche ich von Herzbewusstsein. Das ganze Potenzial an Selbstheilungs-kräften und tieferen, stärkenden Gefühlen wie (Selbst)vertrauen, Zuversicht, Mut, Liebe wird frei, wenn wir bewusst den ständigen Strom unserer Emotionen wahrnehmen und auf diesem Strom weiterfließen können in tiefere Schichten unseres Herzens. Wenn wir den inneren Quell finden.


Wenn wir uns dem Resonanzfeld unseres Herzens zuwenden, ist das oft erstmal überwältigend. Viele Emotionen sind da im Lauf der Jahre hängen geblieben, viele Menschen haben ein schweres Herz oder ein gebrochenes. Ein Herz kann nie ganz brechen, dazu ist die Macht des Herzens viel zu groß. Aber wenn da viel Traurigkeit und Einsamkeit, Scham und Enttäuschung aufgehäuft auf dem Herzen liegen, fühlt es sich zu schwer an, und das Ich im Kopf hat Angst, dass es sich darin verliert.


Wenn die äußere emotionale Energieschicht im Herzfeld viele Jahre lang gewachsen ist, ohne dass schmerzliche Gefühle fließen konnten, ist es nicht so einfach, allein da hindurch zu wandern. Es ist, als ob wir ohne Kompass auf einer Wanderung sind und in ein Nebelfeld geraten. Wir verlieren die Richtung aus dem Bewusstsein. Ich selbst war jahrelang immer wieder im Nebel unterwegs, als ich mich selbst innerlich verloren hatte. Der Nebel ist eine Art Dissoziation, ein Aussteigen aus dem Fühlen und aus der eigenen Persönlichkeit.


Meine Bereitschaft, es trotzdem zu versuchen und die Angst vor dem Fühlen und Verlorengehen im Nebel auszuhalten, hat mich irgendwann ans Ende des Nebelfeldes geführt. Meine Pferde, diese so feinen Herzwesen, haben mir enorm dabei geholfen. Auf einmal kam ich tiefer in mein eigenes Herzfeld hinein, und was ich da fand, wirkte wie ein Wunder.


Hinter dem Nebel liegen die tieferen Gefühle. Ein Urvertrauen in das Leben. Ein tiefes Verbundenheitsgefühl mit der gesamten Schöpfung. Dankbarkeit. Mut. Zuversicht. Eine unzerstörbare Hoffnung. Ein so intensives Gefühl von Liebe, das es fast nicht auszuhalten ist. Diese tieferen Gefühle durchfluten unseren Körper, wenn wir sie wieder befreit haben. Und sie öffnen Räume in unserem Kopf – Bereiche in unserem Hirn –, die uns ganz anders denken lassen, als wir es gewohnt sind.


In diesen machtvollen Kräften aus unserem Herzfeld liegt so viel Heilung, dass wie von selbst eine neue Lebensausrichtung entsteht. Wir hören auf, uns auf unsere Schwächen zu richten, denn jetzt ist ein starkes Potenzial an Energie und Kreativität in uns fühlbar. Wir verbinden uns mit dem, was für uns Sinn macht oder was uns ruft und lassen uns nicht mehr so leicht ablenken.


Wenn wir bewusst mit unserem Herzen und seinem enormen Potenzial verbunden sind, entsteht etwas höchst Befriedigendes, nämlich das gleichzeitige Erleben von Verbundenheit und Entwicklung. Dies ist, was der Neurobiologe und Hirnforscher Gerald Hüther als die beiden prägenden Grundbedürfnisse jedes Menschen beschreibt, weil wir es im Mutterleib erfahren. Dort sind wir gleichzeitig geborgen und erfahren die Entwicklung des entstehenden Körpers in einem hoch rasanten Tempo. Wenn wir geboren werden, bringen wir die Sehnsucht nach diesen beiden Erfahrungen schon mit. Verbunden und frei sein für die eigene Entwicklung im selben Moment ist doch echte Lebenskunst, oder? Mit einem wachen Herzbewusstsein liegen diese beiden Grunderfahrungen sehr nah beieinander, und es kommt Bewegung in die Dinge. Das ist nicht unbedingt bequem, fordert uns heraus und braucht unsere Aufmerksamkeit. Wenn wir uns auf diese Lebendigkeit einlassen, passiert noch etwas.


Ich glaube, es gibt noch ein drittes Grundbedürfnis im Menschen: Wir möchten da sein für andere, wir möchten das weiterschenken, was uns gegeben ist, was uns ausmacht. Erst wenn wir in uns gefunden haben, was unsere ganz einzigartige Kraft oder Gabe ist, und diese in die Welt bringen, finden wir Erfüllung. Dieser Erfüllung näher zu kommen, schenkt uns Frieden und immer mehr Kraft und Lebensfreude.

 

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